top of page

Drei Schritte – im Detail

Frau in beruhigender Abendstimmung am Meer

1. BERUHIGEN

In Schritt 1 konzentrierte ich mich darauf, meinen Magen-Darm-Trakt und meine gereizten Schleimhäute zu beruhigen.

Der Grundbaustein war eine vorübergehend angepasste Ernährung, um Auslöser zu meiden und meine Schleimhäute möglichst wenig zu reizen.

Ergänzend habe ich körpereigene und pflanzliche Stoffe genutzt, die in der Forschung zu Magen-Darm- und Entzündungsthemen im Fokus stehen.

 

ERNÄHRUNG

two strawberry doughnuts with sprinkles

MEINE NO-GOS

Ich verzichtete vorübergehend auf alles, was gemäß Forschung und aufgrund meiner Erfahrung den Schließmuskel erschlaffen ließ oder die Schleimhäute reizte: 

​​

  • Viel Fett und frittierte Speisen 

  • Scharfe Speisen und Gewürze: Pfeffer, Chili, Curry

  • Säurehaltige Lebensmittel wie Essig, Zitrusfrüchte, Tomaten (-saucen)

  • Blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, Erbsen und Fenchelknolle (dagegen sind Fenchelsamen entblähend)

  • Verarbeitete Fleischwaren

  • Alkohol

  • Kaffee (wegen Koffein und Säure) – nur in kleinen Mengen milder/säurearmer Kaffee → mehr dazu

  • Schwarz- und Grüntee (wegen Koffein und Gerbstoffen, sogenannten Tanninen)

  • Nikotin (ich habe nie geraucht)

  • Zucker (habe ich soweit wie möglich vermieden)

  • Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe wie Saccharin, Sorbit, Isomalt, Xylit → Alternativen

  • Schokolade/Kakao (wegen Theobromingehalt, Fett und Zucker)​​

Herzschale mit gesunden Beeren

MEINE MUST-HAVES

Milde, säurearme, nicht blähende Lebensmittel

  • Obst: Säurearmes Bio-Obst wie reife Bananen, Gala-Äpfel, Papaya, Beeren, Melonen

  • Gemüse: Nicht blähende und säurearme Sorten wie Karotten, Paprika, Kürbis, Gurke, Salat (ohne Essig), Zucchini, Kartoffeln und Süßkartoffeln. 

  • Milchprodukte: mit geringem Fettanteil – Milch mit max. 1,5% Fett, Buttermilch, Magerquark, Naturjoghurt mit max. 1,5% Fett. Käse mit max. 30-40% Fett in der Trockenmasse 

  • Fleisch: Mageres und unverarbeitetes Rind- oder Hühnchenfleisch wie Putenbrust

  • Fisch: Magerer Fisch wie Kabeljau, Zander, Egli, Seezunge, Dorade

  • Getreide: Feingeschrotete VollkornprodukteDinkel anstatt Weizengebäck, am besten getoastet oder altbacken.

  • Overnight Oats – über Nacht eingeweichte Haferflocken (am besten mit Mandel- Hafer- oder Reismilch ohne Zusätze) waren mein täglicher Begleiter.

  • Fett: Mit Fett bin ich sparsam umgegangen – gut waren kaltgepresstes Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl 

  • Kräuter: Frische Kräuter wie Oregano, Estragon, Thymian, Dill, Rosmarin, Basilikum und Petersilie, Koriander 

  • Nüsse: Eine Handvoll ungesalzene Paranüsse, Walnüsse oder Mandeln

  • Kaffee: Eine Tasse Kaffee am Tag mit niedrigem Säuregehalt war für mich ein verträgliches Maß – am besten Espresso (z. B. Monsunkaffee, Arabica)

  • Tee: Kamille, Fenchel, Anis, Lindenblüten, Kümmel (besonders bei Blähungen)

  • Trinken: stilles Wasser, ohne Kohlensäure​

MEINE ESSENS- und SCHLAF-RITUALE

  • Kurzes Kaugummi-Kauen (zuckerfrei, geschmacksneutral oder mit Fruchtgeschmack, kein Pfefferminz)
    30 Minuten nach den Mahlzeiten (siehe
    Quellen)

  • Keine zu großen Mahlzeiten – und dazwischen etwa 3 bis 4 Stunden Pause, damit die Reinigungswellen in Magen und Dünndarm ungestört durchlaufen können

  • Die letzte Mahlzeit 3–4 Stunden vor dem Schlafengehen 

  • Auf der linken Seite schlafen – die Säurebelastung der Speiseröhre ist dort messbar kürzer als auf der rechten oder auf dem Rücken

  • Das Kopfende des Bettes erhöhen – nicht mit zusätzlichen Kissen, sondern die Liegefläche schräg stellen

Meine vorübergehende Ernährungsumstellung beruhte auf wissenschaftlichen Quellen und dem, was für mich im Alltag funktioniert hat. Drei Monate habe ich mich daran gehalten und immer schrittweise gelockert.

Dabei habe ich tolle Alternativen für Lebensmittel entdeckt, die den Verzicht erleichterten.

Alternativen im Alltag

KAFFEE

Koffein und Kaffeesäure können die Hauptauslöser dafür sein, warum Kaffee schlecht vertragen wird. Ich konnte nicht ganz auf Kaffee verzichten und habe beim Kauf auf Folgendes geachtet:

  1. Kaffee mit niedrigem Säuregehalt (Arabica-Bohne, Monsooned Coffee)

  2. Eine längere Röstung bei kontrollierter Temperatur (erkennbar an der dunklen Bohne) – das reduziert den Säuregehalt der Bohne.

  3. Durch einen kurzen Brühvorgang landet weniger Säure in der Tasse. Bei mir war Espresso daher die bevorzugte Zubereitungsart.

  4. Ungezuckert und ohne fettreiche Milch oder Sahne

  5. Kaffee-Alternativen: Getreidekaffee (Gerste, Roggen, Dinkel) und Lupinenkaffee sind koffeinfrei und säurearm.

Grüne Kaffeetassen mit Milchschaum

CAROB – EINE KAKAO-ALTERNATIVE

Carob schmeckt süßer und weniger bitter als Kakao und lässt sich in vielen Rezepten ähnlich verwenden. Anders als Kakao enthält Carob praktisch kein Koffein und nur geringe Mengen Theobromin.

Carob wird aus den Schoten des Johannisbrotbaums gewonnen, der vor allem im Mittelmeerraum wächst. Der Baum ist sehr genügsam und gilt als gut geeignet für den Bio-Anbau.

Auch die Ökobilanz wird im Vergleich zu Kakao als günstiger eingeschätzt – unter anderem, weil der Johannisbrotbaum weniger Wasser benötigt als die Kakaopflanze.

Für mich ist Carob deshalb eine schöne geschmackliche und ökologisch interessante Kakao-Alternative.

Dry carob pods and carob powder on linen napkin over wooden background

ALTERNATIVEN ZUM SÜßEN

Ich verzichtete so gut wie möglich auf Zucker und künstliche Süßstoffe. Aber ganz ohne Süße ging es bei mir auch nicht.
Also habe ich mich auf pflanzliche Alternativen konzentriert: Eine Knolle aus den Anden, ein Blatt aus Paraguay, der Saft eines kanadischen Baums: Jede chemisch und im Geschmack völlig unterschiedlich:

Der Yacon-Sirup stammt aus der Yacon-Knolle, die in den Anden seit Jahrhunderten angebaut wird. Die Knolle ist saftig und knackig — im Geschmack zwischen Apfel und Birne. Eingedickt ergibt ihr Saft einen dunklen, malzig-karamelligen Sirup. Ich habe ihn niedrig dosiert eingesetzt, da seine Fructooligosaccharide im Dickdarm fermentiert werden und bei hohem Konsum Blähungen verursachen können.

Stevia (Honigkraut) wird aus den Blättern der südamerikanischen Stevia-Pflanze (Stevia rebaudiana) gewonnen, die die Guaraní seit Jahrhunderten zum Süßen verwenden. Die Süßkraft kommt vor allem aus den Steviolglykosiden, die etwa 300-mal stärker sind als die von Zucker. Eine Messerspitze entspricht ungefähr einem Esslöffel Zucker — entsprechend vorsichtig dosieren, auch wegen des Eigengeschmacks.

Der Ahornsirup wird aus dem Saft des Zucker-Ahorns gewonnen. Geerntet wird in einem Fenster von wenigen Wochen — nur wenn die Nächte noch frostig und die Tage schon mild sind, steigt der Saft im Baum. Beim langen Einkochen entstehen die karamelligen, leicht malzigen Aromen, die ihn ausmachen.

Aber auch hier gilt: je weniger, desto besser!

Rote Ahornblätter im Sonnenschein

FODMAP

Da mir blähende Nahrungsmittel extrem zu schaffen machten, hat mir die Orientierung an einer FODMAP-armen Ernährung sehr geholfen.

FODMAP steht für fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole – also bestimmte Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die in vielen Nahrungsmitteln vorkommen und im Dünndarm nur schlecht resorbiert werden. Sie wandern zu rasch in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert (vergoren) werden. Dieser Gärprozess kann zu Gasbildung führen und sich in Beschwerden wie Blähungen, Flatulenzen oder einem Reflux-Gefühl zeigen.

Ich persönlich habe auf die stark FODMAP-reichen Nahrungsmittel verzichtet, die mir am meisten zu schaffen machten – z.B. Brokkoli, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Knoblauch, Zucker und Süßstoffe.

Zum Kochen verwende ich heute noch eine FODMAP-Gemüsebrühe ohne Zwiebeln und Knoblauch, die ich super lecker finde.

Wer sich orientieren möchte, findet in der folgenden FODMAP-Tabelle eine hilfreiche Übersicht.

https://www.fodmaps.de/wp-content/uploads/fodmaps-checkliste.pdf

Image by Tangerine Newt

Unterstützung der
Magen- und Speiseröhren-Schleimhaut

Feigenkaktus mit roten Früchten

NATURSTOFFE

Pflanzenextrakte, die traditionell und wissenschaftlich seit Langem im Zusammenhang mit Schleimhaut‑ und entzündungsbezogenen Fragestellungen untersucht werden, haben meinen Weg geprägt.

Dazu zählen: Die Süßholzwurzel (in Form von DGL) und Pflanzenextrakte aus Olivenblatt und Feigenkaktus.
So gibt es z.B. Medizinprodukte, welche die Schleimstoffe aus dem Feigenkaktus mit mineralischen Säurepuffern (wie Calcium- und Magnesiumcarbonat) kombinieren. Diese Produkte sind dafür zugelassen, einen Schutzfilm auf der Speiseröhren- und Magenschleimhaut zu bilden und säurebedingte Magenbeschwerden zu lindern.

Außerdem dienten mir täglich Aufgüsse aus GoldleinsamenEibischwurzel oder Ulmenrinde mit ihrem hohen Gehalt an schützenden Schleimstoffen für mehr Wohlbefinden.​ 

Weil die natürlichen Begleiter so wichtig für mich waren, habe ich ihnen eine ganze separate Seite gewidmet. 

Meine Recherche zu den pflanzlichen Stoffen stützt sich auf wissenschaftliche Literatur und den Austausch mit Fachpersonen (dieser Bereich ersetzt keine ärztliche Beratung).

Entsprechende Produkte findest du hier: -> Produkte (Anzeige)

Hyaluron

KÖRPEREIGENE STOFFE

Hyaluron und Chondroitinsulfat sind körpereigene Bestandteile des Bindegewebes und der Schleimhäute. In der Wissenschaft werden sie u.a. im Zusammenhang mit Schleimhautstrukturen und der Beschaffenheit des Bindegewebes untersucht.

CE‑zertifizierte Medizinprodukte kombinieren beide Stoffe häufig und sind je nach Hersteller dafür zugelassen, auf der Schleimhaut der Speiseröhre einen schützenden, gelartigen Film zu bilden, die Schleimhaut vor Säurekontakt zu schützen und Reflux‑Beschwerden wie Sodbrennen zu lindern.

Die genaue Zweckbestimmung und Anwendung ergibt sich aus der Packungsbeilage des jeweiligen Produkts.

L‑Glutamin gehört zu den nicht‑essenziellen Aminosäuren. Es dient u.a. Enterozyten als Hauptenergiequelle. Enterozyten sind die "Aufnahme‑Zellen“ unseres Dünndarms. Sie sitzen wie kleine Bausteine auf der Darmwand und nehmen Nährstoffe aus dem Essen auf. L-Glutamin ist sozusagen der Hauptbrennstoff für die Zellen der Darmschleimhaut. Diese Funktionen sind in wissenschaftlicher Literatur dokumentiert.

 

Mann und Frau zeigen ihre Oberarm Muskeln zum Vergleich

2. STÄRKEN

In Schritt 2 habe ich mich auf das Funktionieren des Speiseröhrenschließmuskels konzentriert: 
 

  1. Mit physiotherapeutischen Übungen, die mein Zwerchfell und dadurch die Funktion des Schließmuskels positiv beeinflussten.

  2. Mit Übungen zur Stimulation des Vagusnervs als tägliche Routine.

  3. Mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln, die ich in meine tägliche Routine integriert habe

 

PHYSIOTHERAPEUTISCHE ÜBUNGEN
für Zwerchfell und Schließmuskel 

Das Zwerchfell ist auch bekannt als der große Atemmuskel; es steuert unser Atmen durch Pumpbewegungen. Wenn wir richtig atmen, wird das Zwerchfell vollumfänglich genutzt und ausreichend „trainiert".

Heutzutage atmen aber viele Menschen zu flach, weil wir viel sitzen, uns zu wenig bewegen und in Hektik sind. Dadurch reduziert sich die Atem-Pumpbewegung des Zwerchfells und der Muskel kann sich verspannen oder verkürzen.

Da die Speiseröhre durch das Zwerchfell hindurchführt – genau dort, wo sich der untere Speiseröhrenschließmuskel befindet – kann eine Verspannung des Zwerchfells Druck auf den Schließmuskel ausüben, sodass er nicht mehr vollständig schließt und saurer Mageninhalt in die Speiseröhre gelangen kann.

Atemübungen und tiefe Bauchatmung sowie Faszienrollmassagen können dabei helfen, das Zwerchfell zu entspannen.

Hier findest du hilfreiche Videos mit verschiedenen Übungen, die du selbst ausprobieren kannst.

Oder besprich es mit deiner Physiotherapeutin/deinem Physiotherapeuten, ob ihr gemeinsam am Zwerchfell arbeiten könnt.

Ich habe regelmäßig die in den Videos gezeigten Faszien-Rollmassagen sowie Atemübungen gemacht.

Hier geht's zu den Videos:

von Liebscher & Bracht

Physiotherapie bei Sodbrennen von Liebscher & Bracht
  • Youtube
Frau die Physiotherapie auf dem Ball macht

5 Übungen bei Sodbrennen

von Knop & Niehaus

  • Youtube
Vagusnerv führt vom Gehirn zum Magen

VAGUSNERV STIMULATION 

Wie wir bereits wissen, ist der Vagusnerv ein wahrer „Big Player" unserer Verdauung. Er wird in Wissenschaft und Praxis im Zusammenhang mit Magen-Darm-Themen untersucht.

Möglichkeiten, den Vagusnerv zu aktivieren:

  • Eine tiefe Bauchatmung mit langem Ausatmen – begleitet von einer sanften Kehlkopfvibration, z. B. durch Summen. Wichtig sind dabei tiefe Frequenzen, die die Stimmbänder in tönende Schwingungen versetzen.

  • Bei mir hat sich Folgendes bewährt:

    • 4 Sekunden tief in den Bauch einatmen, sodass sich Zwerchfell und Bauchraum heben,

    • 6 Sekunden ruhig ausatmen – situationsbedingt mit oder ohne Summen,

    • das Ganze dreimal vor jeder Mahlzeit und etwa zehn Minuten vor dem Schlafengehen.

Wenn der Vagusnerv in seiner Funktion beeinträchtigt ist – etwa durch eine Wirbelfehlstellung – kann sich das auch auf den Magen-Darm-Bereich auswirken. In solchen Fällen kann der Austausch mit Ärztin, Arzt, Osteopath:in oder Physiotherapeut:in sinnvoll sein, gegebenenfalls in Verbindung mit einer manuellen Vagusnerv-Therapie.

Mann und Frau zeigen ihre Oberarm Muskeln zum Vergleich

MUSKEL-FUNKTION

Proteine und ihre Bausteine, die Aminosäuren, spielen für unsere Muskulatur eine wichtige Rolle – das gilt auch für unser Zwerchfell, einen der größten Muskeln im Körper. Von den 20 Aminosäuren kann der Körper neun nicht selbst herstellen. Sie werden als essenzielle Aminosäuren bezeichnet und können nur über die Nahrung oder über Nahrungsergänzung aufgenommen werden.
 

Natürliche Eiweißquellen, die ich gut vertragen habe:

  • mageres Geflügel

  • Weißfisch

  • Eier

  • Tofu & Tempeh

  • fettarme Milchprodukte wie Magerquark
     

Eiweiß-Shakes – worauf ich geachtet habe:

  • niedriger Fettgehalt

  • keine Säurezusätze

  • kein Zuckerzusatz und keine künstlichen Süßstoffe

  • geschmacklich neutral oder mit Vanille

Gut vertragen habe ich z. B. Whey-Isolat (Molkeprotein), Hanf- und Reisprotein-Shakes.
 

Freie Aminosäuren als Alternative

Daneben gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit freien Aminosäuren, die bereits in ihrer kleinsten Einheit vorliegen – also nicht erst aus Proteinketten aufgespalten werden müssen. Solche Präparate bieten meist eine Kombination aus den essenziellen Aminosäuren und L-Glutamin. 
L-Glutamin war für mich eine besonders interessante Aminosäure, weil sie in der Fachliteratur als wichtige Energiequelle für die Zellen der Darmschleimhaut (Enterozyten) beschrieben wird (Quelle)

Großer Calciumcarbonatbruch vor blauem Himmel

MINERALSTOFFE

Drei Mineralstoffe spielen eine zentrale Rolle für die normale Muskel- und Nervenfunktion: Calcium, Magnesium und Kalium. Da am Reflux-Geschehen sowohl das Zwerchfell (Skelettmuskel) als auch der untere Speiseröhrenschließmuskel (glatte Muskulatur) beteiligt sind, haben sie auch im Kontext der Schließfunktion zwischen Magen und Speiseröhre eine physiologische Bedeutung.

 

Calcium – Auslöser der Muskelkontraktion

In der Muskelphysiologie wird Calcium als der Kontraktionsauslöser beschrieben: Es strömt in die Muskelzelle ein und aktiviert dort die Eiweißstrukturen, die wie kleine Zahnräder ineinandergreifen – der Muskel zieht sich zusammen. Dieser Mechanismus ist sowohl für die Skelett- als auch für die glatte Muskulatur des Verdauungstrakts grundlegend.

Magnesium – der Entspannungs- und Stabilisierungs-Partner

In der Forschung wird Magnesium oft als „Gegenspieler" von Kalzium beschrieben: Es reguliert den Kalzium-Einstrom in die Muskelzelle, ist an der Entspannung der Muskulatur nach der Kontraktion beteiligt und stabilisiert die elektrische Erregbarkeit der Zellmembran.

Kalium – der elektrische Regulator

Kalium bestimmt das sogenannte Ruhemembranpotenzial der Muskelzelle – also die Grundlage dafür, wann und wie eine Zelle elektrisch erregbar wird: Es beeinflusst die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen, ist die Grundlage für stabile elektrische Signale und trägt zur koordinierten Kontraktion der Muskulatur bei.

Calcium- und Magnesiumcarbonat haben zudem eine basische Eigenschaft: Sie können Magensäure neutralisieren. Genau dieser Effekt wird in zugelassenen Medizinprodukten als Säurepuffer genutzt.

Orange and letter C on a yellow background

VITAMINE

Die B-Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7 und B12 tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei; B6 zusätzlich zu einem normalen Protein- und Glykogenstoffwechsel.

Darüber hinaus tragen Riboflavin (B2), Niacin (B3) und Biotin (B7) zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei.

Und Vitamin B1 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei – ein Aspekt, der auch in Bezug auf den Vagusnerv interessant ist.

 

Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Immun- und Nervensystems sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Zudem leistet es einen Beitrag zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Im Bereich des Bindegewebes ist Vitamin C ebenfalls relevant: Es trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße, Knochen, Knorpel und Haut bei.

 

silhouette of person balancing

3. STABILISIEREN

In Schritt 3 habe ich mich darauf konzentriert,
mein zurückgewonnenes Lebensgefühl im Alltag
zu festigen:

Mit ausgewählten Nahrungsergänzungen rund um Schleimhaut- und Verdauungs-Themen, die mich täglich begleitet haben.

Sowie mit Sport und Entspannungsübungen, die zu einem festen Bestandteil meines Alltags wurden.

VERDAUUNG IN BALANCE

  • Bei Blähungen haben mir ein warmer Kümmel-/Anis-/Fenchel-Tee gutgetan.

  • Im Rahmen meiner persönlichen Routine habe ich zeitweise auch Präparate mit Bakterienkulturen genutzt, weil mich das Thema Darmmikrobiom und seine Bedeutung für das allgemeine Wohlbefinden interessieren.

  • Rund um meine Magen‑ und Speiseröhrenschleimhaut blieben Feigenkaktus und Süßholzwurzel für mich treue Begleiter.

  • Meinen alltäglichen Begleitern – der FODMAP‑Gemüsebrühe, dem Monsunkaffee und dem Yacon-Sirup – bin ich auch bis heute treu geblieben.

 

Kümmel

BEWEGUNG & ENTSPANNUNG

Sportliches Training
 

  • Sport gehört zu meinen großen Leidenschaften – besonders Rennradfahren, Schwimmen und Skifahren. Neben dem Spaßfaktor zeigen Studien, dass regelmäßige körperliche Aktivität unseren Körper positiv beeinflusst: Sie unterstützt den Energiehaushalt, stärkt Muskulatur, Herz‑ und Knochengesundheit, wirkt günstig auf den Stoffwechsel und trägt wesentlich zum psychischen Wohlbefinden bei.

  • Für mich persönlich hat sich ein Mix bewährt aus Ausdauertraining (mind. 45 min, 3x die Woche), kurzem Krafttraining (2mal pro Woche) und einer HIIT Einheit  - mein Körper fühlte sich spürbar besser.

 

Entspannungsübungen:

  • Yoga, Atemtechniken und meditative Übungen haben in Forschung und Praxis zu den Themen Stressregulation und vegetativen Prozessen einen hohen Stellenwert. Sie zielen darauf ab, Atmung, Haltung und Entspannung in Einklang zu bringen.

  • Mir haben besonders Yoga-Übungen geholfen, die in der Tradition rund um Magen und Verdauung einen festen Platz haben: Ustrasana (Kamel), Virabhadrasana (Krieger), Nauka Sanchalanasana (Rudern) und Marjariasana (Katze). 

  • Tägliche Atemübungen (siehe Vagusnerv) haben meinen Alltag noch mehr in Balance gebracht.

Schwimmer

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Website von myReflux stellen einen persönlichen Erfahrungsbericht dar und dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keinesfalls eine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Die bereitgestellten Informationen sind keine Heilaussagen, keine Therapieempfehlungen und keine Aufforderung zur Selbstmedikation. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt deines Vertrauens.

© 2026 by myReflux

bottom of page