







Die Süßholzwurzel -
meine Recherche
Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) gehört zu den am besten untersuchten Heilpflanzen der westlichen und asiatischen Kräutertradition. Deshalb möchte ich hier zusammenfassen, was ich über sie gelernt habe.
Inhaltsstoffe:
Zu den charakteristischen Bestandteilen der Süßholzwurzel zählen vor allem: Triterpensaponine, insbesondere Glycyrrhizin (dem sie ihren süßen Geschmack verdankt) und Flavonoide.
Ihnen gilt auch das Forschungsinteresse:
Sie werden in der phytochemischen und pharmakologischen Forschung seit Jahrzehnten untersucht und dabei u.a. folgende Fragestellungen diskutiert:
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der Einfluss bestimmter Inhaltsstoffe auf den Prostaglandin-Stoffwechsel (Gewebehormone, die u. a. eine Rolle bei der Schleimsekretion im Magen-Darm-Trakt spielen)
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mögliche Effekte auf die Magenschleimhaut – insbesondere auf Schleimbildung und Schleimhautfilm; ein besonderer Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf Präparaten mit deglycyrrhiziniertem Süßholzextrakt (DGL)
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antivirale und entzündungsbezogene Fragestellungen, die vor allem in präklinischen Studien (Zellkultur, Tiermodell) behandelt werden
Die meisten dieser Untersuchungen sind Grundlagenforschung und erlauben keine allgemeinen Rückschlüsse auf eine therapeutische Wirkung beim Menschen.
Wichtiger Hinweis: Unverarbeitete Süßholzwurzel enthält Glycyrrhizinsäure, die in sehr hoher Dosierung und bei langer Anwendung gesundheitsschädlich sein kann. Mögliche Nebenwirkungen sind erhöhter Blutdruck, Kaliumverlust und Herzrhythmusstörungen.
Eine Alternative ist der Extrakt der Süßholzwurzel, bekannt als DGL (deglycyrrhizinierte Süßholzwurzel). Dabei wird die Glycyrrhizinsäure entfernt – ähnlich wie beim Entkoffeinieren von Kaffee. DGL enthält weiterhin viele der charakteristischen Pflanzenstoffe, wobei das Risiko der oben genannten Nebenwirkungen deutlich reduziert ist.
Vor der Anwendung bitte eine Fachperson konsultieren.

Feigenkaktus & Olivenbaumblatt
Eine Kombination mit sizilianischen Wurzeln
In der Phytotherapie wird neben einzelnen Pflanzen auch die Kombination bestimmter Pflanzenextrakte diskutiert. Ein Beispiel ist die Verbindung aus polysaccharidreichem Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) und biophenolreichem Olivenblätterextrakt (Olea europaea).
Eine mediterrane, besonders sizilianische Tradition
Beide Pflanzen sind seit Jahrhunderten Teil der sizilianischen Landschaft und Esskultur. Der Feigenkaktus wurde im 16. Jahrhundert nach Sizilien gebracht und gedeiht seither an den sonnigen Hängen rund um den Ätna. Seine Früchte (fichi d'India), aber auch die Blätter („Cladodien"), haben in der süditalienischen Volksheilkunde eine lange Tradition, unter anderem im Zusammenhang mit Magen- und Verdauungsthemen.
Der Olivenbaum gilt als Symbol des Mittelmeerraums schlechthin. Neben dem Öl werden auch die Blätter (foglie d'olivo) seit der Antike geschätzt und in der mediterranen Kräuterkunde verwendet.
Moderne Forschung
In den letzten Jahren stehen die Inhaltsstoffe beider Pflanzen – Polysaccharide aus dem Kaktusfeigenblatt und Biophenole (v. a. Oleuropein und Hydroxytyrosol) aus dem Olivenblatt – im Fokus verschiedener präklinischer und klinischer Untersuchungen. Die Forschung dazu wird u. a. an italienischen Universitäten, darunter die Universität Catania auf Sizilien, betrieben. Untersucht werden dabei Fragestellungen rund um Magen- und Schleimhautthemen sowie die Rolle der jeweiligen Inhaltsstoffgruppen im Körper.
Standardisierte Extraktkombinationen dieser beiden Pflanzen werden unter verschiedenen Produktnamen angeboten.

Slippery Elm - Rotulme
Die Ulme (Ulmus rubra) wird in der traditionellen Pflanzenkunde – insbesondere in der nordamerikanischen Naturheilkunde – seit Generationen verwendet. Im Mittelpunkt steht ihre Rinde.
Ulmenrinde enthält charakteristische Inhaltsstoffe wie Schleimstoffe (Mucilage), Phlobaphene, Flavonoide, Bitterstoffe, Kieselsäure und Kalium sowie weitere Pflanzenstoffe wie Triterpene und Sesquiterpenoide.
Eine ihrer chemisch-physikalischen Besonderheiten: Die Schleimstoffe der Ulmenrinde bilden in Wasser ein viskoses Gel (Quelle).
In der Forschung werden diese Inhaltsstoffe in unterschiedlichen Zusammenhängen untersucht – unter anderem rund um Schleimhaut- und Verdauungs-Themen (Quelle).
Ulmenrinde wird in verschiedenen Formen angeboten: als Kapseln, geraspelter Schnitt oder lösliches Pulver. Aus Schnitt und Pulver lässt sich auch ein Tee zubereiten.

Weitere Schleimstoffbilder
Weitere natürliche Schleimstoffträger welche zum Schutz der Magen- und Speiseröhrenschleimhäute eingesetzt werden können:
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Eibischwurzel
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Gold-Leinsamen und
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Malvenblätter
Ihre Schleimstoffe bilden eine Art Schicht über die angegriffene Magen- und Speiseröhrenschleimhaut und können diese so vor der aufsteigenden Magensäure besser bewahren. Dadurch können sie indirekt Entzündungen und Reizungen entgegensetzen.
Die genaue Zubereitung eines wirksamen Aufgusses mit Eibischwurzel, Gold-Leinsamen oder Malvenblättern kannst du meinem bald erhältlichen Booklet entnehmen.
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Wichtiger Hinweis:
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Die Wirkung von Medikamenten kann gestört werden, daher unbedingt 2 Stunden vor oder nach einer Medikamenteneinnahme einnehmen!
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Eine Überdosierung kann zu Darmverstopfung führen!

Pflanzen-Bitterstoffe
Bitterstoffe wirken anregend auf die Speicheldrüsen, den Magen und die Gallenblase. Dadurch kann verhindert werden, dass der Speisebrei zu lange im Magen verweilt, Gärprozesse auslöst und dadurch das Sodbrennen ankurbelt. Bei zu wenig Magensäure können Bitterstoffe eine grosse Unterstützung gegen den Reflux sein, denn der Schließmuskel bekommt nur einen Impuls zum Schließen, wenn die Säure im Magen stark genug ist. Je dünner die Säure ist, um so schwächer schließt der Muskel.
Bitterstoffe sind unter anderem in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:
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Bittere Salate wie Löwenzahn, Chicorée, Endivien und Rucola
-> eine Portion am Tag davon ist ausreichend -
Wildpflanzen als Teeaufguss wie Wermutkraut, Enzianwurzel, Schafsgaben, Bitterfenchel, Rosmarin, Kümmel
Es sind Produkte oft in Tropfenform mit einem Mix aus Bitterstoffen in der Apotheke oder Drogerie erhältlich, welche man am besten 1 Stunde nach dem Essen einnimmt

Papaya
Die "tropische Gesundheitsfrucht"
Das nährstoffgeladene Fruchtfleisch der Papaya enthält das Verdauungsenzym Papain, welches Proteine spaltet und so die Verdauung fördern kann. Zugleich kann das Enzym auch bei Entzündungen eine positive Rolle spielen. Den höchsten Papain-Gehalt weist die unreife Papaya auf, die in Salaten verwendet werden kann.
Darüber hinaus ist die Papaya sehr reich an den Vitaminen A, C und E, B-Vitaminen, Magnesium, Kalium und Beta-Carotin.
Papain wurde traditionell außerdem gegen Darmprasiten eingesetzt, welche sich von unverdauten Eiweißen ernähren, den Magen-Darmtrakt und das Immunsystem belasten. Laut einer Studie erwiesen sich die Papayakerne besonders erfolgreich gegen Darmparasiten (Quelle).
Wichtig: Laut dem US amerikanischen National Institute of Health (NIH) kann die Einnahme großer Mengen Papain die Speiseröhren-schleimhaut schädigen. Bei bestehendem Reflux wird daher empfohlen, die Zufuhr gering zu halten – etwa indem Papain nicht in konzentrierter Form über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wird, sondern lediglich durch den Verzehr frischer Papaya. (Quelle).


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